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Weltkindertag 2010

Liebe Freunde der Alfons Goppel-Stiftung,
 
der Weltkindertag steht in diesem Jahr weltweit unter dem Motto: „RESPEKT FÜR KINDER“.
Kinder sind die Zukunft unserer Welt! Sie werden das Erbe der heutigen Generation weiter tragen und entwickeln. Schon heute müssen wir ihnen das notwendige Rüstzeug geben, damit sie für diese Aufgabe vorbereitet sind. 
Die Chancen, diese Herausforderung bewältigen zu können, sind jedoch sehr ungleich verteilt. Laut dem neuesten UNESCO-Bildungsbericht haben ein Großteil der Kinder in den Entwicklungsländern keinerlei Zugang zu Schul- oder beruflicher Ausbildung; man schätzt die Zahl auf 75 - 100 Millionen!
 
Die Alfons Goppel-Stiftung trägt mit ihren Kinderhilfsprojekten seit über 30 Jahren dazu bei, dass Kinder ihr Grundrecht auf Bildung bekommen. Durch Vermittlung von Patenschaften, Förderung von Kindergärten und Schulen, Vergabe von Stipendien, Maßnahmen zu Berufsfortbildung und vielem mehr,
leistet die Stiftung gezielte Hilfe, vorwiegend in Ecuador.
 
Durch Ihre Unterstützung konnten wir in den letzten drei Jahrzehnten mehreren tausend Kindern eine fundierte Schulausbildung bis hin zum Abitur und Hochschulabschluss ermöglichen! Aber noch warten viele bedürftige Kinder auf die Chance, in die Schule gehen zu dürfen!
 
Mit einer Spende oder Übernahme einer Patenschaft tragen Sie dazu bei, dass wir diese Form der direkten und konkreten Hilfe fortsetzen können. Daher bitten wir Sie auch in diesem Jahr anlässlich des Weltkindertags um Ihre Unterstützung.
 
Im Namen unserer Schützlinge in Ecuador danken wir Ihnen sehr herzlich!
 

Senator E.h. Gerhard Hess

Vorstandsvorsitzender

 

Günther Fach 

Stiftungsratsvorsitzender

 
Den kompletten Prospekt können Sie hier herunterladen: Klick 
 

Jahresbericht Urpi Wasi 2009

Liebe Freunde, und Mittragende,

Weihnachtsfreude

So gerne wuerde  ich nur ueber Erfreuliches berichten, aber leider fing unser Jahr 2009 mit einem ganz traurigen  Ereignis an. Unser 13-jaehriger  Hilario der  seit Bebe bei uns war , wurde am 2. Januar von einem Erdrutsch zugedeckt, er musste Geld verdienen um der Familie zu helfen, arbeitete an einer Baustelle  und da begrub ihn die Erdmasse. Er wohnte zusammen mit seinen Vater und vier Geschwister in extremer Armut. Die ganze Urpi Wasi Familie begleitete ih zur letzten Ruhestaette.

Im Urpi Wasi ging das Leben weiter nach dem Leitspruch " in der uns gegebenen Zeit entscheidet nicht die Vergangenheit - ich kann sie nicht mehr aendern, ich kann sie nur zu bewaeltigen suchen. Auch die Zukunft wird nicht entscheiden, sie ist noch nicht da. Ich kann nur das Jetzt fassen".  Unser ganzes Team Lehrer(innen) sowie  Hilfsfrauen  hat sich mit viel Liebe und Zuneigung  voll eingesetzt das jedes einzelne von unseren Kinder, jedes ein zukuenftigen Traeger von Perú, mit Sorgfalt, Verantwortung und Koennen auf eine bessere Lebensart vorbereitet wurde.

Dank Euren und unseren gemeinsamen Kraeften konnten wir mit einem kompletten Programm, wo weder Erziehung, Bildung,  Lebenswerte, Ernaehrung, Gesundheit und Hygiene  fehlen durften, fortfuehren: 

Erziehungsprogramm

Bei Kevin zu HauseAm 16.Februar 2009 fanden unsere  jaehrlichen Einschreibungen statt, diejenigen  die schon ab Januar taeglich an die Tuer klopften und ihr Glueck versuchten um ihr Kind im Urpi zu lassen, konnten endlich befriedigt werden brauchten aber immer noch Geduld , denn der Entscheid wurde erst gefallen nachdem die 280 Hausbesuche, um von jeder Familie ihre  wirtschaftliche und soziale Situation kennen zu lernen, stattfanden.Das dauerte  dank den fehlenden Strassenbezeichnungen, nicht zu reden von Hausnummern sowie den schlemmigen Strassen, Huegel runter, Huegel rauf volle vier Tage fuer vier Gruppen. Es waren sehr endrucksvolle Stunden in denen der hautnahe Kontakt mit der extremen Armut einem viel Kraft gab und Ansporn zum Weitermachen. Am 20.Februar fiel die Entscheidung , diejenigen die unsere Hilfe am meisten benoetigten, besetzten unsere 53 freien Plaetze.

Fuer die Kleinen begann das Schuljahr am 23. Februar und fuer die Schulkinder am 2. Maerz.

1.1. Guardería (Kindertagesstaette)

Die Kinder wurden in fuenf Gruppen eingeteilt:

 

Maedchen

Knaben

Total

Bebes

05

07

12

1 1/2 - 3 jaehrige

11

13

24

3  -  4     jaehrige

15

19

34

4  -  5    jaehrige

23

16

39

5  -  6    jaehrige

22

16

38

Total

76

71

147

Mishells erste SchritteBei den anfaenglichen Gewohnheitsschwierigkeiten der Bebes half dieses Jahr der Señora Felicitas Charlotte Roulin Volontaerin (Schweiz), die uns von Maerz bis August begleitete. Sie wurde im August von Christine Eberle (Schweiz) abgeloest, da sich die Bebes unterdessen zu Hause  fuehlten, blieb sie nur   stundenweise in dieser Gruppe,  in der Restzeit setzte sie sich  in  der 1. Primarschulklasse  ein.

Die Señora Delia hatte in ihrer grossen Gruppe der 11/2 - 3-jaehrigen die Sara mit Sindrome Down, die sich  gut in die Guppe einlebte und lieb von allen Kleinen beschuetzt wurde. 

Die drei Kindergaertnerinnen Delfina, Rosa Maria und Margot der 3, 4, und 5-jaehrigen beschaeftigten und lehrten ihre Schueler von 8.30 Uhr bis 13.00 Uhr. Die farbfrohen Waenden wurden immer eifriger mit den selbstgemachten Arbeiten geschmueckt.

Die 4-jaehrigenAm Nachmittag  wurde frei gespielt.

1.2. Primarschule:

Punkt 8-Uhr mussten alle  Schueler anwesend sein , mit Ausnahme der  Fruehaufsteher war das nicht leicht, da die peruanische Zeit mindestens 10 Minuten Verspaetung bedeutet.  3 mal zu spaet hiess  dass die Eltern (Muetter)  an Samstagen halfen mussten das ganze  Gebaeude zu reinigen, das klappte, fast niemand kam zu spaet.

Dank der allmaehlichen eigenen Ueberzeugung und Einsicht werden die Kinder  immer verantwortunsvoller und  was sehr wichtig ist bringen es vielmals  auch ihren Eltern bei.
Der Schuluntericht dauerte von 8.30 - 13.30  Uhr und die Werkstaette(Arbeitsschule, Zeichnen, Tanzen-Singen, Quechua und Turnen) von 14.30 - 16.00 Uhr.

Samstag gab es von 8.00 -17.30 Uhr Computerunterricht fuer die 5. und 6.Klasse.

Am Samstag 24. Oktober war das  grosse Fest der 5.Klasse, die Erstkommunion , 25  Schueler(innen) nahmen  an der Feier in der kleinen Kapelle von Zarzuela Alta teil mit anschliessender Festtorte.

Ende Dezember verliessen uns die  gut vorbereiteten  Sechsklaessler  um in eine  oeffentliche Oberstufe einzutreten.  Diese Trennung war beidseitig sehr schwierig, unter den 32  Schueler(innen)  verliessen uns die Drillinge, die vor 12 Jahren mit je 1 1/2 kg Gewicht zu uns kamen.

Dank dem  Erloes des Grilltages,  den die Muetter mit der Lehrerin Karina der 6.Klasse veranstalteten wurde  der 6.Klasse langersehnter Traum des  dreitaegigen Zeltlagers  im warmen  Dschungeldorf  Quillabamba  Anfangs November verwirklicht. Sie kehrten gluecklich und  als erfahrene Schwimmer(innen) zurueck.

  Aufteilung Sozialprimarschule

Stufen

Knaben

Maedchen

Total Schueler

1.Klasse

14

21

35

2.Klasse

20

15

35

3.Klasse

18

14

32

4.Klasse

21

14

35

5. Klasse

15

16

31

6. Klasse

17

15

32

TOTAL

105

95

200

 Ivonne,Abel,Kassandra die Drillinge

1.3. Bibliothek:

Abwechslungsweise besuchte die   2 - 6.Klasse nach Schulschluss von 16.00-17.30 Uhr  die Bibliothek , es wurden Buecher sei es in Gruppen mit der Lehrerin oder individuell gelesen, oder auch ein schoenes Spiel gespielt. Das wurde unterdessen so zur Gewohnheit, dass sogar waehrend der Pause die Bibliothek sehr viel aufgesucht wurde.

1.4. Versammlung Ex-Schueler:

Um den Kontakt zu den Exschueler nicht zu verlieren  versammelten wir uns Ende Juli zu einem gemuetlichen Hock im Urpi Wasi. Alle Anwesenden  (80 %) ohne Ausnahme klangen positiv. Der Anfang war schwer, aber sie schafften es und sind gluecklich.

1.5. Studiumsunterstuetzung fuer Ex Urpi Wasis:

  • Das Stipendienprogramm, fuer die Oberstufe(Sekundarschule)  die 5 Jahre dauert, fuer die 3 besten Exschueler wurde durchgefuehrt, dank der 100%igen Unterstuetzung aus Muenchen. Anaid und  André schlossen das erste Jahr sehr gut ab.  Fernando hatte ein bisschen Probleme,schuld daran waren die furchtbaren Familienverhaeltnissen ( Vater Alkoholiker, Mutter lief von  zu Hause weg).

André nahm sogar im Mathematik Wettbewerb von Cusco teil, Resultat 1.Stelle , da hiess es  nach Lima fahren wo der Wettbewerb auf Nivel Peru stattfand, da schloss er an 12.Stelle ab und das ein Junge Ex-Urpi Wasi aus  aermsten Verhaeltnissen, Peru kann sich aendern...

  • Juan José schloss Ende Jahr sein Kochstudium ab. Es fehlt ihm noch ein bisschen Praktikum  und Selbstvertrauen um seine Geschwister in Zukunft als Koch finanziell zu unterstuetzen.  Uebrigens ist er der Bruder vom toedlich verunfallten Hilario
  • In der Hausaufgabenbetreuung nahmen noch die letzten 10 Jugendliche teil, sie halfen sich  mit den Buechern aus der Bibliothek  und gegenseitigen Ratschlaegen. 

1.5. Elternschule

Alexandra, Zarely mit MamaDa fuer die Probleme der Kinder vorallem die  Eltern verantwortlich sind verdoppelten wir die Elternschule mit Hilfe der Psychologin Miriam an denen 95% der Eltern teilnahmen.

Zusammen mit  den Lehrer(innen) und  Psychologin suchten wir die problematischten und dringendsten  Faelle der Kinder raus,  total 29 Faelle  mit Schwierigkeiten von Agressivitaet, Verwahrlosung, Stottern und Wahrnehmungsstoerungen. Die Kinder sowie Eltern (Muetter, die Vaeter kommen nur ganz selten) wurden zur Sprechstunde zitiert.Die Resultate bleiben noch offen.

1.6. Naehwerkstaette fuer Erwachsene:

In der ersten Jahreshaelfte naehten eine Gruppe der Muetter unter anderem die orangen Faserpelzpullover, Kennzeichen der Urpi Wasi Schueler.

Danach gab es fuer eine neue  Gruppe einen 3-monatigen Naehkurs. 

Sozialprogramm

2.1. Comedor (Ernaehrung)

Das  Enaehrungsprogramm hatte  einen besonderen Schwerpunkt  in unserem Projekt. Mit einen leeren Magen laeuft nichts. All unsere 360 Kinder  versorgten wir mit einem reichhaltigen Fruehstueck, Neunuhr-Frucht, Mittagessen, mit  Produkten der Region wie:Quinua, Tarwi, Bohnen, Linsen zusammen mit viel Gekochtem- und  Rohgemuese, zum Tagesabschluss gab es ein Vieruhressen .

2.2. Medizinische Behandlung:

In unserem Krankenzimmer wurden die einfachen Krankheiten behandelt wie: Parasiten, Hautkrankungen, Magenstoerungen usw. Fuer die Unterernaehrung 80% der Bebes , sowie Bronchitis, Lungenentzuendung usw. suchten wir unseren Kinderarzt auf.

MilenkaIm Juli erkrankten 40% der Kinder an der Schweinegrippe.   Vom Erziehungsministerium kam der Befehl fuer die   oeffentlichen und privaten Schulen Zwangsferien von zwei Woche zu machen, dank dieser Massnahme  bekam man  die Grippe unter Kontrolle, es gab einige Tote in Peru. Zum Glueck kamen unsere Kinder alle gesund zurueck.

Der Zahnarzt besuchte uns in den Monaten Oktober und November. Langeweile kannte er bei uns  mit mehreren hunderten  von beduerftigten Zaehnen nicht.

Die Gewichtskontrolle aller Kinder wurde regelmaessig durchgefuehrt.

Einnahmen

 

  • Die Eltern(Muetter) bezahlten uns monatlich einen symbolischen Betrag von: die Kleinsten S/. 9.00, die 3 -6-jaehrigen S/. 11.00 und die Primarschueler S/. 15.00. (1 US$ = Soles 2.90) was ca. 7% des Monatseinkommen bedeutete.
  • Der Erloes des  Brotverkaufes  unserer Baeckerei, sowie das Brot fuer die Kinder gratis.

Diese Einnahmen bedeuteten ca. 15% des  ganzen Kostenvoranschlags.

 

Unser Team setzte sich aus 19 Personen zusammen, dazu kamen Ihr/Du alle die uns mit Ratschlaegen, sowie geistiger und materieller Hilfe durchs ganze Jahr begleiteten. 

Euch allen ein ganz großes Vergelts Gott. Muchas Gracias, fuer Euer treues langjaehriges Mittragen.

Fuers kommende Jahr wuenschen wir euch eine gesegnete Zeit, Gesundheit und Freude im Alltag.

Erhaltet eine feste Umarmung von uns allen

Eure dankbaren

Babara Casanova mit ganzen Urpi Wasi

 

 

Münchner Soirée 2010

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Am 29. Januar fand im Festsaal des Bayerischen Hofes wieder der traditionsreiche Wohltätigkeitsball „Münchner Soirée“ der Alfons Goppel-Stiftung statt – seit 30 Jahren ein nicht wegzudenkender Höhepunkt des Münchener Faschings!

Als Schirmherren der diesjährigen Veranstaltung, deren Erlös den Kinderhilfsprojekten der Stiftung in Südamerika zugute kam, konnten I.I.K.K.H.H. Prinz Leopold und Prinzessin Ursula von Bayern gewonnen werden.

Dr. Thomas Goppel gab nach seiner launigen Begrüßung den voll besetzten Saal frei zum Tanz nach den Klängen der Tanzkapelle CAPPUCCINO.

Nach den Einlagen „Blechragu“ und „Non-Cents“ und der bei den Ballgästen immer wieder beliebten „Münchner Francaise“ mit Tanzmeister Thomas Goppel folgte die Ziehung der Lose für die attraktiven Hauptpreise der großen Tombola. Glücksfee war dieses Jahr Fürstin Fugger von Babenhausen, die die Preise, u.a. eine USA-Reise von Philip Morris, eine Donaukreuzfahrt der Premicon, ein exklusives BMW-Mountainbike, eine wertvolle Schale aus der Nymphenburger Manufaktur, gestiftet von S.K.H. Herzog Franz von Bayern, den glücklichen Gewinnern übergeben konnte.

 

Danach hieß es: Tanzen bis in den frühen Morgen!